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12.10.03
Heute sind wir aus Bern zurückgekehrt. Ich habe an der
viertägigen EVP - Velotour
aus dem Zürcher Oberland nach Bern teilgenommen.
Unter der kundigen Führung von Nationalrat und EVP-Ständeratskandidat
Ruedi Aeschbacher haben sich Kandidierende, Mitglieder und
Sympathisant/innen der EVP aus der Nordostschweiz zusammen
per Velo auf den Weg nach Bern gemacht.
Besammlung war am Donnerstagmorgen 8:30 Uhr in Wetzikon. Bei
strömendem Regen pedalten wir von Wetzikon über
Pfäffikon nach Winterthur. Nach dem Mittagessen gings
weiter nach Bassersdorf und Regensdorf.
An allen Stationen wurden wir von EVP-Ortsgruppen mit einer
Standaktion empfangen. Znüni und Zvieri wurde spendiert,
dazu die Möglichkeit genutzt, mit Wahlmaterial, Plakaten
und persönlichen Begegnungen für die Wahlen vom
19. Oktober zu werben.
Dabei wurden die Passant/innen eingeladen, ihre Wünsche
und Anliegen aufzuschreiben.
Aus dem Kanton St. Gallen wurde uns ein ganzer Büschel
solcher Zettel mitgebracht, mehrere Thurgauer, darunter Nationalratskandidatin
Kathrin Blatter, fuhren mit und unterwegs gesellten sich laufend
weitere Velofahrer/innen zur Gruppe.
Viele Zürcher/innen, später auch solche aus dem
Aargau und dem Kanton Bern.
Am zweiten Tag gings mit Nationarat Heiner Studer durch den
Kanton Aargau. In Wettingen und in Brugg begrüssten uns
neben den EVP-Leuten auch der Gemeindeamman (Stadtpräsidentund)
und wünschte alles Gute.
Am Abend wurde in Sursee die Gründung der kantonalen
EVP Luzern gefeiert. Die Festakte wurde feierlich überreicht
von EVP-CH- Präsident Aeschbacher und Zentralsekretär
Joel Blunier.
Die heitere Gesellschaft mit den tanzenden Ballonen auf den
Rädern erregte da und dort einiges Aufsehen und erstaunte
Gesichter.
Auch am dritten und vierten Tag gab es zahlreiche Standaktionen,
persönliche Einladungen und Begegnungen. Nach dem Gottesdienst
vom Sonntag durften die Teilnehmenden zudem den Fabrikationsbetrieb
von Solarenergie-Pionier und Berner Nationalratskandidat Josef
Jenny in Burgdorf besichtigen. Anschliessend schloss sich
dieser gleich mit seiner Familie der Velogruppe an.
Alt-Nationalrat Otto Zwyggart stiess dazu und lud am Nachmittag
in seiner Stube in Bolligen zu einer letzten Stärkung
vor der Einfahrt im Bundesbern ein. Die Gemeindepräsidentin
Margrit K. liess es sich nicht nehmen, ein grusswort zu überbringen,
auch sie eine Kandidatin -der SP- für den Nationalrat.
Mit einer kleinen Rundfahrt durch die Altstadt wurde die Velotour
schliesslich vor dem Bundeshaus beschlossen. Nationalrat Walter
Donzé stand mit Sypathisant/innen an der Kälte
und empfing uns hier, bereit die "Wöschhänki"
mit einer stattlichen Anzahl von Zetteln zu füllen. Sie
zeigte die Anliegen sovieler Menschen an das Parlament in
Bern.
Die EVP hofft, mit verstärkter Zahl aus den Wahlen hervorzugehen
und sich in den kommenden Monaten für eine seriöse
Behandlung der Anliegen einsetzen zu können. http://www.forums9.ch/dorfplatz/stallikon/brotchorb/index.htm
19. September 2003
Postulat 140/2002 von Susanne Rihs-Lanz und Hanspeter Amstutz:
"Der Regierungsrat wird ersucht, Massnahmen zu ergreifen,
damit Jugendliche unter 16 Jahren keinen freien Zugang mehr
zu Zigarettenautomaten haben. Ein System, bei welchem die
Benutzung von Zigarettenautomaten nur noch durch Chips, die
ausschliesslich an Personen über 16 Jahren abgegeben
werden, sei zu prüfen".
In der angeregten Diskussion schien das Postulat vorerst kaum
eine Chance im Rat zu haben, obwohl die Regierung zur Entgegennahme
bereit war. Es geht hier um Jugendschutz und ist eine Massnahme
im Rahmen des Verkaufsverbots von Zigaretten an Jugendliche.
Es freut mich, dass das Postulat schliesslich mit 64 Stimmen
knapp überwiesen worden ist.
"Chancen für Kinder"
Die neue Volksinitiative ist lanciert. Mit dem Ziel, Armut
zu verhindern, will sie Ergänzungsleistungen einführen
für armutsbetroffen Familien mit Kindern im Vorschulalter.
Das Instrument der Ergänzungsleistungen gibt es bereits
im AHV -Bereich und hat sich sehr gut bewährt.
Die Unterschriftensammlung ist angelaufen. Die Sammelfrist
dauert bis zum 18. März 2004. Bis dahin müssen 10'000
Unterschriften beisammen sein. Wir sind dankbar um alle, die
dabei mithelfen. Merh Information, Unterschriftenbögen
und weiteres Material ist abrufbar unterwww.chancen-fuer-kinder.ch
Nach vier Monaten fühle ich mich gut
eingearbeitet. Die Ratsarbeit gefällt mir und die Themensind
interessant.
Als unbefriedigend empfinde ich die ständige Präsenz
der Geldfrage. Im Rahmen des Sanierungsprogramms wird gespart.
Das ist an sich richtig. Doch wenn deshalb wertvolle Strukturen
vernichtet werden und Massnahmen umgesetzt werden, die zwar
als pragmatische (Not)Lösungen möglich sind, bei
denen aber langfristige Mehrkosten generiert werden, so kann
das nicht befriedigen. Eine Steuersenkung und damit die mutwillige
Verknappung der Mittel ausgerechnet in einer Zeit von wirtschaftlicher
Flaute ist ein Schritt in die falsche Richtiung.Gerade jetzt
müsste der Staat antizyklisch eingreifen können.
Am 26.6.2003 ergriff ich zum erstenmal das
Wort im Rat. Es ging um den Verzicht auf Poolstunden im Schulbetrieb,
aus Kostengründen natürlich. Die Abschreibung liess
sich, wie nicht anders zu erwarten war, nicht verhindern.
Doch Politik ist ein langfristiges Geschäft und auch
ein Kampf um das knappe Gut Aufmerksamkeit. Ein Ablehnung
bedeutet nicht, dass ein Anliegendamit vom Tisch ist.
Votum zum Postulat
4057 vom 26.6.03.
Volksinitiative für Ergänzungsleistungen
für armutsbetroffene Familien. (Arbeitstitel)
Am 10. März 03 war ein Postulat von Ruth Gurny für
„Ergänzungsleistungen für armutsbetroffene
Familien“ im Kantonsrat
abgelehnt und nicht überwiesen worden, obwohl es eine
breite Unterstützung gefunden und von mehreren Parteien
(SP, GP, EVP, CVP) unterstützt worden war.
Vertreter/innen dieser vier Parteien, wie auch das SAH, Caritas
und ZEKO nehmen nun das Anliegen nochmals auf und lancieren
zusammen eine Volksinitiative . Ich mache hier für die
EVP mit. Der Anfang ist gemacht, eine ganze Reihe von Mitunterzeichnenden
ist gefunden und die Vorbereitungen laufen.
Am 19. Mai 2003 findet die erste Kantonsratssitzung
statt, mit dem Eröffnungsgottesdienst im Grossmünster
für die Amtsdauer 2003-2007 und mit der Amtseinsetzung.
Zeitungsartikel „...ich
gelobe es“ vom 13. 6.2003
Nach der Kantonsratssitzung, jeweils am Montagnachmittag
sitzen die verschiedenen Fraktionen zusammen. Hier werden
die Geschäfte innerhalb der Partei vorbesprochen und
bei Meinungsunterschieden differenziert diskutiert. Neue Geschäfte
werden einem Parlamentsmitglied zur näheren Bearbeitung
zugeteilt, wobei selbstverständlich die Kommissionszugehörigkeiten
sowie persönlichen oder beruflichen Erfahrungen berücksichtigt
werden.
Im Rathaus ist es angenehm kühl, sodass
auch an extrem heissen Tage gut gearbeitet werden kann. Am
23. Juni, als das Thermometer am Schatten über 30°
kletterte, wurde von einem neuen Ratsmitglied der Grünen
Partei, GP, beantragt, die Nachmittagssitzung abzubrechen.
Der Antrag wurde abgelehnt. Ich habe schon am ersten Ratstag
ein Saisonabonnement gekauft für die Zürcher
Schwimmbäder – so kann ich immer wieder ins
kühle Nass eintauchen, den Rücken strecken und mich
im Wasser erholen.
Bei der Verteilung der Kommissionen konnte
ich nicht auswählen. Nur ein einziger Platz war frei
für die EVP. So habe ich Einsitz genommen in die KJS
(sprich Kiis), der Kommission für Justiz und öffentliche
Sicherheit. Wir tagen jeweils am Dienstagnachmittag und behandeln
das Polizeiorganisationsgesetz POG.
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